Skip to content

Friesach im frühen Mittelalter
Schwerpunkt: Slawische Volksstämme | König Ludwig | Salzburger Markt | Heiligen Hemma
Lesezeit: 0:50 min

Im späten 6. Jahrhundert wanderten slawische Volksstämme nach Kärnten ein und besiedelten auch den Friesacher Raum. Dementsprechend ist der Name „Friesach“ slawischen Ursprungs (von „Breza“ = Birke oder „Breg“ = Ufer, Rain).

Unter karolingischer Herrschaft wurden den zuziehenden bayerischen und fränkischen Siedlern Königshöfe als Lehen übergeben. 860 wurde Friesach erstmals urkundlich erwähnt. König Ludwig der Deutsche (843–876) schenkte dem Salzburger Erzbischof Adalwin unter anderem auch einen Hof bei Friesach. Um diesen Königshof, der vermutlich im Bereich des heutigen Fürstenhofes gelegen war, entwickelte sich in der Folgezeit der Salzburger Markt Friesach.

Zeitgleich entstand im Süden, auf dem gegenüberliegenden Ufer der Metnitz im Bereich des heutigen Grafendorf, ein ebenso Friesach genannter Ort im Besitz des Grafen von Friesach-Zeltschach.

Durch die Schenkungen der heiligen Hemma gelangte dieser Besitz an das 1072 gegründete Suffraganbistum Gurk. Ein lange währender Kampf zwischen den Salzburger Erzbischöfen und den Gurker Bischöfen um das Herrschaftsgebiet Friesach war die Folge.

Friesach im frühen Mittelalter
Schwerpunkt: König Ludwig | Erzbischof Gebhard von Salzburg | Investiturstreit

Lesezeit: 0:55 min

Um 740 n. Chr. überschritten bayerische Siedler die Zentralostalpen und ließen sich bei den slawischen Karantanern nieder. Im Jahr 860 n. Chr. gewährte König Ludwig der Deutsche von Ostfranken dem Salzburger Erzbischof Adalwin die Ländereien des Gutes „ad Friesach“ in der Bayerischen Mark Kärnten (Karantanien).

Nach der Bildung des Herzogtums Kärnten im Jahr 976 n. Chr. blieb Friesach Teil von Salzburg und behielt seine Rolle als strategisch wichtiger Außenposten bei. Um 1076 n. Chr. ließ Erzbischof Gebhard von Salzburg, ein Unterstützer von Papst Gregor VII. im Investiturstreit, die Petersberger Festung oberhalb der Stadt errichten, um zu verhindern, dass Kaiser Heinrich IV. die Alpen überschritt.

Der Erzbischof sah sich auch mit heftiger Opposition aus dem Kärntner Herzogshaus der Sponheimer konfrontiert, deren Mitglieder nach seiner Absetzung wiederholt versuchten, die Kontrolle über Friesach zu erlangen. Hartnäckige Angriffe von Herzog Engelbert wurden schließlich 1124 n. Chr. abgewehrt.

Im Jahr 1149 n. Chr. weilte König Konrad III. von Deutschland auf seinem Rückweg vom Zweiten Kreuzzug auf der Burg.

Ähnlich suchte 1192 n. Chr. Richard Löwenherz Zuflucht auf der Burg auf seinem Rückweg vom Dritten Kreuzzug, um den Wachen von Herzog Leopold V. von Österreich zu entkommen.