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Tonwirtel, keltisch
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Ein Tonwirtel (oder auch Tonspinner) ist ein archäologisches Fundstück, das vor allem in keltischen Siedlungen und Gräbern des frühen bis mittleren Eisenzeitalters (ca. 500 v. Chr. bis 1. n. Chr.) vorkommt. Der Tonwirtel wurde in der Regel aus Ton gefertigt und hatte die Funktion eines Spinnwirtels. Er diente dazu, Spindeln beim Spinnen von Fasern wie Wolle, Flachs oder Baumwolle zu stabilisieren und zu beschweren.

Typisch für keltische Tonwirtel ist ihre runde oder annähernd scheibenförmige Form mit einem zentralen Loch, durch das die Spindelachse hindurchgeführt wurde.

Sie konnten unterschiedliche Größen und Verzierungen aufweisen, die manchmal symbolische oder kunsthandwerkliche Bedeutung hatten.

Tonwirtel sind oft in archäologischen Ausgrabungen zu finden und geben einen wertvollen Einblick in die handwerklichen Fertigkeiten und das tägliche Leben der keltischen Gesellschaft. Sie belegen nicht nur die Textilproduktion, sondern auch die Bedeutung von Woll- und Stoffherstellung in der keltischen Kultur.