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Freskotechniken

Lesezeit: 1:40 Min.

Nassfresko (Buon Fresco)

Mittelalterlicher italienischer Begriff: buon fresco („echtes Fresko“)

Einfache Schritte:
1 | Die Wand wurde mit einem groben Kalkputz (Arriccio) versehen.
2 | Eine glattere Endputzschicht (Intonaco) wurde im noch feuchten Zustand aufgetragen.
3 | Der Maler trug mit Wasser angerührte Pigmente direkt auf den feuchten Putz auf.
4 | Beim Trocknen des Putzes gingen die Pigmente eine chemische Bindung mit dem Untergrund ein.

Wesentliche Merkmale:
–  Sehr widerstandsfähig und langlebig
–  Farben wirken leicht gedämpft und matt
–  Die Arbeit musste rasch erfolgen, häufig in täglichen Abschnitten (Giornate)

Trockenfresko (Fresco Secco)

Mittelalterlicher italienischer Begriff: fresco secco oder einfach a secco („auf trockenem Grund“)

Einfache Schritte:
1 | Der Putz durfte vollständig trocknen.
2 | Die Pigmente wurden mit einem Bindemittel (z. B. Kalkwasser, Ei oder Leim) vermischt.
3 | Die Farbe wurde auf die trockene Wandoberfläche aufgetragen.

Wesentliche Merkmale:
–  Ermöglichte langsameres und detaillierteres Arbeiten
–  Farben konnten kräftiger ausfallen
–  Deutlich weniger dauerhaft als buon fresco
–  Häufig für Korrekturen oder ergänzende Details verwendet

Halbnassfresko (Mezzo Fresco)

Mittelalterlicher italienischer Begriff: mezzo fresco („Halbfresko“)

Einfache Schritte:
1 | Der Endputz (Intonaco) durfte teilweise anziehen.
2 | Gemalt wurde, wenn die Oberfläche noch feucht, aber nicht mehr völlig nass war.
3 | Die Pigmente wurden teilweise vom Putz aufgenommen und lagen teilweise auf der Oberfläche.

Wesentliche Merkmale:
–  Ein Kompromiss zwischen Nass- und Trockenfresko
–  Mehr Kontrolle als beim buon fresco
–  Weniger dauerhaft als das echte Nassfresko, aber beständiger als a secco

Kurzer Vergleich

–  Nassfresko (buon fresco) → am dauerhaftesten, rasches Arbeiten erforderlich
–  Trockenfresko (a secco) → flexibel, geringere Haltbarkeit
–  Halbnassfresko (mezzo fresco) → ausgewogene Methode