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Schalensteine​
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Schalensteine

Steine mit künstlichen Mulden oder Schalen – im deutschen Sprachraum allgemein als „Schalensteine“ bezeichnet – sind aus vorchristlicher Zeit, aus dem Mittelalter und der frühen Neuzeit erhalten.

Mittelalterliche Schalensteine sind weit über den alpenländischen Raum hinaus verbreitet und finden sich meist in Kirchen und Karnern, bevorzugt am Eingang oder auch im Inneren an der Mauer angebracht oder in Nischen versenkt. Bei Steinen mit diesem Aufstellungsort liegt eine eindeutige kultische Bedeutung vor: Sie dienten als Lichtspender für die Seelen der Toten und als Symbol für das ewige Leben. Christliche Bräuche, die sich bis heute in Form von „Allerseelen-Licht“ und „Ewiges Licht“ erhalten haben.

In Kärnten sind ca 30 Steine bekannt, wovon einige verschollen sind oder eingemauert wurden.

Das Material der behauenen Steine ist Schiefer, Granit, Marmor oder Kalkstein.

Ihre Formen sind meistens rund oder mehr-eckig, selten auch halbkugelförmig, mit 4 bis 12 (am häufigsten sieben regelmäßig angeordneten) Schalen, unterschiedlich in Durchmesser und Tiefe. Die Schalen wurden mit einer leicht entflammbaren Substanz (Öl, Fett) gefüllt, die mittels eines Dochtes langsam verbrannt wurde.

Auch ausgehöhlte Futterrüben wurden bis in die siebziger Jahre in manchen Gegenden Mittelkärntens als „Arme-Seelen-Lichter“ verwendet.