Barocke Kommodenuhr
18. Jh.
Lesezeit: 4:00 Min.
Kleine barocke Kommodenuhr (Stockuhr)
1. H. des 18. Jh.
Allgemeines
Kleine barocke Kommodenuhr (Stockuhr), erste Hälfte des 18. Jahrhunderts. Der genaue Herstellungsort ist nicht überliefert, jedoch typisch für den süddeutsch-österreichischen Raum.
Gesamtform des Gehäuses
Das Gehäuse ist kompakt und architektonisch gegliedert, mit geschwungenem oberen Abschluss. Die reduzierte Größe weist auf eine eher intime, für kleinere Räume geeignete Ausführung hin.
Front (Vorderseite)
Die Vorderseite wird durch eine rundbogige Öffnung mit verglaster Tür bestimmt, die den Blick auf das Zifferblatt freigibt. Die Rahmung ist schlicht gehalten und betont die metallischen Zierelemente.
Hauptkörper
Der Korpus besteht aus dunkel gebeiztem Holz mit weich gerundeten Formen. Die Seitenflächen sind teilweise verglast, wodurch Einblicke in das Innere der Uhr ermöglicht werden.
Sockel und Standzone
Die Uhr steht auf kleinen, leicht ausgestellten Füßen. Eine profilierte Basis bildet den unteren Abschluss und sorgt für eine stabile Standfläche.
Fronton (Bekrönung)
Das getriebene Messingfronton bildet die Bekrönung des Gehäuses. Die plastisch ausgearbeitete Oberfläche zeugt von handwerklicher Treibarbeit und verleiht der Uhr eine elegante Akzentuierung.
Dekor und Materialien
Die Kombination aus dunklem Holz und Messing bestimmt das Erscheinungsbild. Das Messing ist getrieben und hebt sich deutlich vom Holzgehäuse ab.
Zifferblatt
Das Zifferblatt ist dekorativ gestaltet, mit ornamental ausgearbeitetem Zentrum.
Ziffernreif
Ein aufgesetzter Messingziffernreif mit römischen Stundenziffern umgibt das Zentrum und ist klar vom Hintergrund abgesetzt.
Uhrwerk
1-Tag-Spindelwerk (verge escapement), das täglich aufgezogen werden muss und für die frühe Phase der barocken Uhrmacherkunst typisch ist.
Schlagwerk
Rufschlag auf eine Glocke. Die Uhr gibt ein einfaches akustisches Signal zur vollen Stunde.
Verwendung und Aufstellung
Die Uhr war für den häuslichen Gebrauch bestimmt und wurde auf einer Kommode, einem Tisch oder einer Anrichte aufgestellt. Aufgrund ihrer kompakten Größe eignete sie sich besonders für kleinere Räume.
Zeitmessung
Anzeige im 12-Stunden-Zyklus; Gangdauer von etwa einem Tag (1-Tag-Uhr).



Barocke Kommodenuhr (Stockuhr)
18. Jh.
Allgemeines
Barocke Kommodenuhr (Stockuhr), 18. Jahrhundert. Der genaue Herstellungsort ist nicht überliefert, jedoch typisch für den süddeutsch-österreichischen Raum.
Gehäuse – Gesamtform
Das Gehäuse ist als kompakter, architektonisch gegliederter Kasten aufgebaut, der an barocke Möbel- und Fassadenformen erinnert. Die klare Gliederung verleiht der Uhr eine repräsentative, dennoch ausgewogene Erscheinung.
Front (Vorderseite)
Die Vorderseite wird durch eine rundbogige Öffnung geprägt, die den Blick auf das Zifferblatt freigibt. Die Rahmung ist schlicht gehalten und betont die dekorativen Elemente im Inneren.
Hauptkörper
Der Korpus besteht aus dunkel gebeiztem Holz mit fein profilierten Kanten. Die Form ist massiv und geschlossen, typisch für barocke Tischuhren dieser Art.
Sockel und Standzone
Die Uhr steht auf einem leicht vorspringenden Sockel mit profilierter Basis, der dem Gehäuse Stabilität und optische Verankerung verleiht.
Fronton (Bekrönung)
Das getriebene Fronton bildet den oberen Abschluss des Gehäuses. Es handelt sich um ein metallenes Zierelement, dessen Oberfläche durch Treibarbeit plastisch gestaltet wurde und den repräsentativen Charakter der Uhr unterstreicht.
Dekor und Materialien
Dekorative Elemente konzentrieren sich auf das Metallwerk im Bereich des Zifferblatts. Die Kombination aus dunklem Holz und vergoldet wirkenden Metallteilen erzeugt einen starken Kontrast.
Zifferblatt
Das Zifferblatt ist reich gestaltet und zeigt durchbrochene sowie ornamental verzierte Bereiche im Zentrum.
Ziffernreif
Ein aufgesetzter Ziffernreif mit römischen Stundenziffern umgibt das Zentrum und ist deutlich vom übrigen Zifferblatt abgesetzt.
Hilfszifferblatt
Ein kleines Hilfszifferblatt dient der Abstellung des Schlagwerks und stellt eine funktionale Besonderheit dar.
Schaupendel
Ein Ausschnitt im unteren Bereich ermöglicht den Blick auf das Pendel.
Pendelausschnitt
Diese Öffnung ist integraler Bestandteil der Gestaltung und verbindet Funktionalität mit dekorativer Wirkung.
Uhrwerk
Mechanisches Uhrwerk (genaue Bauart nicht angegeben), typisch für barocke Stockuhren des 18. Jahrhunderts.
Schlagwerk
4/4-Schlagwerk mit Schlag auf zwei Glocken. Die Uhr schlägt zur Viertelstunde sowie zur vollen Stunde.
Verwendung und Aufstellung
Die Kommodenuhr war für den häuslichen Gebrauch bestimmt und wurde üblicherweise auf einer Kommode, einem Tisch oder einer Anrichte aufgestellt. Sie diente sowohl der Zeitmessung als auch der repräsentativen Ausstattung des Innenraums.
Zeitmessung
Anzeige im 12-Stunden-Zyklus mit zusätzlichem Viertelstundenschlag.

Barocke Kommodenuhr (Stockuhr)
18. Jh.
Allgemeines
Barocke Kommodenuhr (Stockuhr), 18. Jahrhundert. Der genaue Herstellungsort ist nicht überliefert, jedoch typisch für den süddeutsch-österreichischen Raum.
Gehäuse – Gesamtform
Das Gehäuse ist als hochrechteckiger, architektonisch gegliederter Korpus gestaltet, der sich an barocken Möbel- und Fassadenformen orientiert. Die klare Staffelung nach oben verleiht der Uhr eine repräsentative Wirkung.
Front (Vorderseite)
Die Vorderseite wird durch eine rundbogige Öffnung bestimmt, die das Zifferblatt freigibt. Seitliche, durchbrochene Zierfelder im oberen Bereich ergänzen die Gestaltung.
Hauptkörper
Der Korpus besteht aus dunkel gebeiztem Holz mit fein profilierten Kanten und einer geschlossenen, massiven Bauweise.
Sockel und Standzone
Ein vorspringender Sockel mit profilierter Basis bildet den unteren Abschluss und sorgt für Standfestigkeit sowie eine klare visuelle Gliederung.
Fronton (Bekrönung)
Das durchbrochene, gravierte Messingfronton mit Wappen bildet den oberen Abschluss. Die offene (durchbrochene) Gestaltung sowie die feine Gravur verleihen der Uhr eine besonders aufwendige und repräsentative Bekrönung.
Dekor und Materialien
Die Kombination aus dunklem Holz und reich verziertem Messing prägt das Erscheinungsbild. Gravierte und durchbrochene Metallteile unterstreichen den dekorativen Anspruch.
Zifferblatt
Das Zifferblatt zeigt einen klar gegliederten Aufbau mit dekorativ gestaltetem Hintergrund und zentralem Bereich.
Ziffernreif
Ein Ziffernreif mit römischen Stundenziffern umgibt das Zentrum und ist deutlich vom Hintergrund abgesetzt.
Schaupendel
Das Pendel ist im Bereich des Zifferblatts sichtbar.
Integration im Zifferblatt
Das Schaupendel befindet sich innerhalb des Ziffernkreises und ist somit direkt in die Gestaltung des Zifferblatts integriert.
Uhrwerk
Spindelwerk (verge escapement), eine für das 18. Jahrhundert typische Hemmung.
Schlagwerk
Carillon mit Glockenspiel auf fünf Glocken. Die Uhr verfügt über ein differenziertes Schlagwerk mit mehreren Tönen.
Wappen
Ein Wappen ist im Bereich des Frontons integriert und Teil der dekorativen Gestaltung.
Verwendung und Aufstellung
Die Kommodenuhr war für den häuslichen Gebrauch bestimmt und wurde auf einer Kommode, einem Tisch oder einer Anrichte platziert. Neben der Zeitmessung erfüllte sie eine repräsentative Funktion.
Zeitmessung
Anzeige im 12-Stunden-Zyklus mit zusätzlichem mehrstimmigem Glockenspiel.
