Steinschloss- und Perkussionpistolen,
18. und 19. Jh.
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Die sechs ausgestellten Steinschloss- und Perkussionspistolen stammen aus dem 18. und 19. Jahrhundert.







Funktionsweise von Steinschloss- und Perkussionspistolen
Steinschlosspistole
Eine Steinschlosspistole nutzt Funken, um das Schießpulver zu entzünden.
Wird der Abzug betätigt, schnellt der Hahn mit einem eingespannten Feuerstein nach vorn.
Der Feuerstein schlägt gegen den Schlagstahl und erzeugt Funken.
Gleichzeitig öffnet sich der Schlagstahl und gibt die Pulverpfanne frei.
Die Funken entzünden das feine Zündpulver in der Pfanne.
Die Flamme gelangt anschließend durch das kleine Zündloch in den Lauf und entzündet die Hauptpulverladung.
Dadurch wird die Kugel aus dem Lauf geschossen.
Perkussionspistole
Eine Perkussionspistole verwendet anstelle von Feuerstein, Schlagstahl und Pulverpfanne ein kleines Zündhütchen.
Das Zündhütchen wird auf ein kleines Metallröhrchen, den Piston oder Zündkegel, gesetzt.
Wird der Abzug betätigt, schlägt der Hammer auf das Zündhütchen.
Das Zündhütchen entzündet sich und leitet eine Flamme durch den Piston in den Lauf.
Dadurch wird die Hauptpulverladung gezündet und die Kugel abgefeuert.
Wichtigster Unterschied
Das Steinschloss ist auf eine offene Pulverpfanne mit Zündpulver sowie Funken von Feuerstein und Stahl angewiesen.
Das Perkussionssystem verwendet eine geschlossene Zündhütchenzündung und war dadurch meist schneller, einfacher und zuverlässiger, besonders bei feuchter Witterung.