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Votivgaben

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Tradition und Bedeutung

Votive haben eine lange volkskundliche Tradition. Sie wurden als Zeichen des Dankes oder zur Erfüllung eines Gelübdes dargebracht.

Gläubige wandten sich in Zeiten von Krankheit, Gefahr oder Not an Gott, die Gottesmutter oder Heilige und baten um Heilung, Schutz oder Beistand. Wurde ihr Gebet erhört, brachten sie ihre Dankbarkeit durch eine sichtbare Gabe zum Ausdruck.

Materialien und Formen

Votive bestehen aus unterschiedlichen Materialien – etwa aus Metall, Holz, Wachs oder Stoff – und ahmen häufig den Gegenstand oder Körperteil nach, für den um Fürbitte gebeten wurde oder für den Heilung erfahren wurde.

Ihre Formen sind vielfältig: modellierte Körperteile, Tierfiguren, kleine Alltagsgegenstände oder bemalte Tafeln, die das persönliche Anliegen symbolisieren.

Ort der Stiftung

Solche Gaben wurden an heiligen Stätten, besonders in Wallfahrtskirchen, vor wundertätigen Bildern oder Seitenaltären dargebracht.

Votive aus Eisen

Unter den Votiven aus Eisen finden sich Darstellungen von Schweinen, Kühen, menschlichen Figuren sowie Armen und Beinen – eindrucksvolle Zeugnisse tiefer Frömmigkeit und gelebter Volksreligion vergangener Jahrhunderte.

Leihgabe

Die ausgestellten Votive sind Leihgaben der Stadtpfarre St. Bartholomäus.