Historische Tracht der Friesacher Bürgerfrauen
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Die Tracht der Friesacher Bürgerfrauengruppe gehört zu den ältesten traditionellen Frauentrachten Österreichs und entspricht damit der langen Geschichte der Stadt.
Trachten aus dem Landesmuseum und der Familie Löffler dienten als Vorbild für die historisch fundierte erste Wiederbelebung, belegt durch Ölbilder und Aquarelle der Trachtenmaler Prof. Leopold Resch (Villach) und Prof. Albert Zahlbruckner (Klagenfurt).
Die reich abgesteppten Seidengewänder, die überwiegend weißen Tüllschürzen und die Bundhaube unterscheiden sich deutlich von anderen Frauentrachten, insbesondere von den Bodenhauben- bzw. Bänderhuttrachten Kärntens.
Zweistufige Wiederbelebung der Friesacher Frauentracht
Erste Wiederbelebung (1969)
Unter der Leitung von Gertrud Pesendorfer und Dr. Franz Koschier wurde die Friesacher Frauentracht im Jahr 1969 wiederbelebt. Diese Wiederbelebung beruhte auf historischen Vorbildern, darunter originale Trachtenstücke aus dem Landesmuseum und aus dem Besitz der Familie Löffler, sowie auf bildlichen Quellen wie Ölbildern und Aquarellen der Trachtenmaler Prof. Leopold Resch (Villach) und Prof. Albert Zahlbruckner (Klagenfurt).
Leopold Resch und Albert Zahlbruckner waren im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert tätig. Sie waren Trachtenmaler, die die regionalen Kleidungstraditionen Kärntens und Österreichs dokumentierten.
Zweite Wiederbelebung und Anpassung (1970)
Im Jahr 1970 erfolgte durch die Obfrau Hauser eine weitere Entwicklung. Diese Wiederbelebung beschränkte sich auf eine etwas schlichtere, jedoch kostengünstigere Ausführung der Tracht, wodurch sie einer breiteren Nutzung zugänglich wurde, ohne ihren wesentlichen Charakter zu verlieren.
Die Friesacher Tracht nach der zweiten Wiederbelebung
Die Tracht umfasst Seidengewänder, die ohne Schürze getragen werden und in vielen Farben erscheinen.
Sie weist zudem ein weißes Einlegetuch, einen breiten, runden Kragen sowie eine kunstvoll bestickte Bundhaube mit weißem Haubenboden auf.
Das Zusammenspiel von Materialien, Farben und traditionellen Elementen verleiht der Tracht ein zugleich historisches und zeitgemäßes Erscheinungsbild.