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Bihänder (Zweihänder)
Datierung: um 1580
Lesezeit: 0:45 min

Ein Zweihänderschwert oder Bihänder aus dem späten 16. Jahrhundert n. Chr. war eine formidable Waffe, die sowohl für verheerende Hiebe als auch für Stiche im Kampf konzipiert wurde. Typischerweise hatte der Bihänder eine Länge von 150 bis 180 cm, und die Klinge war breit und doppelschneidig. Die Klinge verjüngte sich leicht zur Spitze hin, mit einem breiten Hohlraum, der entlang der Mitte verlief, um das Gewicht zu reduzieren und gleichzeitig die Stärke zu bewahren.

Der Griff war robust und verfügte über einen breiten Handschutz. Er war lang genug, damit der Benutzer beide Hände anlegen konnte, was maximale Kontrolle und Hebelwirkung für kraftvolle Schläge gewährleistete. Der Knauf war groß, oft kugelförmig oder radförmig, um das Schwert auszubalancieren und ein Gegengewicht zur schweren Klinge zu bieten.

Der Bihänder war besonders für den Zweihandgebrauch in groß angelegten Schlachten geeignet, in denen seine Reichweite und Schneidkraft die Gegner überwältigten.

Teile eines Bihanders
Lesezeit: 1:15 min

Ein Zweihänderschwert oder Bihander bestand aus mehreren wichtigen Teilen, von denen jedes eine bestimmte Funktion hatte. Die Hauptkomponenten sind nachfolgend beschrieben:

Klinge: Der lange, primäre Schneidteil des Schwertes. Die Klinge war typischerweise doppelschneidig und verjüngte sich zur Spitze hin. Ein Hohlraum (Rille) verlief entlang der Mitte, um das Schwert zu erleichtern, ohne die Stärke zu opfern. Die Länge der Klinge war in der Regel zwischen 150 und 180 cm.

Spitze: Das scharfe Ende der Klinge war zum Stoßen oder Stechen bestimmt.

Rücken: Dies war der zentrale Teil der Klinge. Er verlieh der Klinge Stärke.

Hohlraum: Eine Rille (Blutrille) verlief entlang der Mitte der Klinge. Diese Rille half, das Gewicht der Klinge zu reduzieren. So wurde die Flexibilität verbessert, ohne die Stärke der Klinge zu beeinträchtigen.

Querriegel (Handschutz): Dieser horizontale Riegel erstreckte sich vom Griff und bot Schutz für die Hände des Benutzers.

Griff: Bei einem Bihander war der Griff lang genug, um beide Hände aufzunehmen, was eine bessere Kontrolle und Hebelwirkung ermöglichte. Er war normalerweise mit Leder oder anderem Material umwickelt, um einen festen Halt zu bieten.

Knauf: Dies war das Gegengewicht an der Basis des Griffs, gegenüber der Klinge. Der Knauf diente dazu, das Schwert auszubalancieren und bot einen Halt für die zweite Hand. Er diente auch als Dekoration oder Symbol und war oft groß, rund oder radförmig und manchmal mit kunstvollen Designs graviert.

Zwinge: Dies war der Teil der Klinge, der in den Griff hineinragte. Typischerweise war die Zwinge mit Nieten befestigt, um das Schwert zusammenzuhalten. Bei einem Bihander war die Zwinge robust, um den Kräften des Zweihandgebrauchs standzuhalten.

Schutzringe oder Handprotektoren: In einigen Designs wurden zusätzliche Ringe oder Schutzplatten zum Querriegel oder um den Griff herum hinzugefügt, um weiteren Schutz für die Hände zu bieten.