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Der Bergbau in Friesach
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Der Silberbergbau im Raum Friesach reicht weit zurück. Imma, die Großmutter der heiligen Hemma, erhielt 975 von Kaiser Otto II. unter anderem das Münzrecht für Lieding. Schon in der Römerzeit, spätestens jedoch im 10. Jahrhundert, dürfte hier Edelmetallbergbau betrieben worden sein. Die Silbergruben um Friesach waren äußerst ergiebig und bildeten die Grundlage für die Münzprägung, die von den Salzburger Erzbischöfen ab 1125/30 in Friesach betrieben wurde. Im 14. und 15. Jahrhundert ging der Silberabbau zwar zurück, erlebte jedoch im 16. Jahrhundert eine neue Blütezeit.

Die Bergbauunternehmer kamen nun nicht nur aus dem geistlichen Stand, sondern auch Adelige und Bürgerfamilien betrieben dieses einträgliche Geschäft. Der Friesacher Gewerke Georg Khanneisen wird 1557 sogar als „Erfinder des Bergwerks“ bezeichnet. Die Silbererze wurden in zwei Schmelzhütten in Olsa verarbeitet.

Der Eisenbergbau setzte um die Mitte des 15. Jahrhunderts ein. 1497 wurde in Olsa ein Verarbeitungsbetrieb mit Hochofen und Hammerwerk errichtet. Die Gurker Bischöfe erwarben nach und nach alle Erzgruben und eisenverarbeitenden Betriebe in der Umgebung von Friesach, mit Ausnahme von Olsa. Diese Montanbetriebe blieben bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts die Haupteinnahmequelle des Bistums. Der heutige Hochofen in Olsa wurde 1799 erneuert, doch aufgrund der Wirtschaftskrise musste 1876 der Hochofenbetrieb eingestellt werden, womit die 900 Jahre währende Bergbautätigkeit in Friesach endete.