Erzbistum Salzburg
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Das Erzbistum Salzburg ist ein Erzbistum der römisch-katholischen Kirche mit Sitz in Salzburg, Österreich.
Ein Abt-Bistum wurde im vierten Jahrhundert n. Chr. im römischen Iuvavum (Salzburg) gegründet, doch das Bistum wurde etwa 482 n. Chr. während der Völkerwanderung zusammen mit Salzburg zerstört.
Das Bistum wurde später von St. Rupert entweder 543 oder 698 n. Chr. wiederhergestellt.
Das neue Bistum wurde 798 n. Chr. zum Erzbistum erhoben.
Ab 1213 n. Chr. trugen die Erzbischöfe den Titel „Fürsterzbischöfe“ und regierten ein großes weltliches Gebiet.
Im Jahr 1803 n. Chr., im Rahmen der Säkularisation innerhalb des Heiligen Römischen Reiches, wurde das Erzbistum Salzburg säkularisiert, und seine Ländereien wurden in den weltlichen Staat eingegliedert.
Obwohl das Erzbistum 1803 n. Chr. als politische Einheit aufhörte zu existieren, setzte sich das kirchliche Amt des Erzbischofs von Salzburg innerhalb der katholischen Kirche fort.

Vom Abt-Bistum zum modernen Erzbistum
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Abt-Bistum (4. Jahrhundert n. Chr. – ca. 482 n. Chr.)
Um 450 n. Chr. wurde in der Vita Sancti Severini erwähnt, dass Salzburg zwei Kirchen und ein Kloster hatte. Wenig ist über das frühe Bistum bekannt, und St. Maximus ist der einzige Abt-Bischof, der namentlich aufgeführt ist. Er war ein Schüler von St. Severin und wurde während des Rückzugs aus Noricum als Märtyrer getötet. Salzburg wurde um 482 n. Chr. zerstört, und mit ihm ging auch das Bistum verloren. Dies geschah sechs Jahre bevor die römischen Legionen die Region verließen.
Bistum (ca. 543/698 n. Chr. – 798 n. Chr.)
St. Rupert, Bischof von Worms, stellte das Bistum wieder her, nachdem er Salzburg in Trümmern vorfand. Es ist unklar, ob er um 543 n. Chr. oder 698 n. Chr. ankam. In jedem Fall tauchte die christliche Zivilisation in der Region erst nach 700 n. Chr. wieder auf.
Frühes Erzbistum (798 n. Chr. – 1060 n. Chr.)
Arno, von Karl dem Großen ernannt, erhielt das Missionsgebiet zwischen den Flüssen Donau, Raab und Drau, das kürzlich von den Awaren erobert worden war. Er christianisierte Kärnten und wurde 798 n. Chr. von Papst Leo III. zum Erzbischof von Bayern ernannt. Arno begann auch, Bücher vom Hof Karls des Großen zu kopieren, wodurch er die älteste Bibliothek Österreichs gründete.
Im frühen 10. Jahrhundert n. Chr. verwüsteten die Magyaren Großmähren, und die meisten Kirchen in Pannonien wurden zerstört. Erzbischof Dietmar I. fiel 907 n. Chr. in einer Schlacht. Die Magyaren erlitten 955 n. Chr. eine vernichtende Niederlage in der Schlacht auf dem Lechfeld. Danach kehrte das kirchliche Leben in Salzburg für einige Zeit zur Normalität zurück. 996 n. Chr. erhielt Erzbischof Hartwig das Recht, Münzen zu prägen.
Investiturstreit (1060 n. Chr. – 1213 n. Chr.)
Der erste Erzbischof dieser Ära war Gebhard. Er unterstützte den Papst während des Investiturstreits und wurde für neun Jahre verbannt. Kurz vor seinem Tod durfte er zurückkehren und wurde in Admont beigesetzt. Sein Nachfolger, Thimo, wurde fünf Jahre lang gefangen gehalten und starb 1102 n. Chr. einen grausamen Tod. Nachdem König Heinrich IV. abgedankt hatte, wurde Conrad I. von Abensberg zum Erzbischof gewählt.
Fürstbistum (1213 n. Chr. – 1803 n. Chr.)
Erzbischof Eberard II. von Truchsees wurde 1213 n. Chr. Fürsterzbischof und gründete drei neue Diözesen: Chiemsee, Seckau und Lavant. Eberard wurde 1245 n. Chr. exkommuniziert, weil er sich weigerte, ein Dekret zur Absetzung des Kaisers zu veröffentlichen, und starb im folgenden Jahr.
Erzbischof Paris von Lodron führte Salzburg durch den Dreißigjährigen Krieg.
Der letzte Fürsterzbischof, Hieronymus von Colloredo, ist am bekanntesten für seine Unterstützung von Mozart.
Modernes Erzbistum (1803 n. Chr. – heute)
Im Jahr 1803 n. Chr. wurde Salzburg säkularisiert und wurde zum Großherzogtum Salzburg.
1805 n. Chr. wurde Salzburg von Österreich annektiert.
1809 n. Chr. wurde die Region an Bayern übertragen. In dieser Zeit wurde die Universität Salzburg geschlossen, und Klöster durften keine Novizen mehr aufnehmen. Alle Pilgerfahrten und Prozessionen wurden ebenfalls verboten.
Der Wiener Kongress stellte Salzburg 1814 n. Chr. wieder an Österreich zurück. Das kirchliche Leben kehrte unter Erzbischof Augustus Johann Joseph Gruber, der von 1823 bis 1835 n. Chr. im Amt war, zur Normalität zurück.
