Der glückselige Wilhelm | Relief 2
Der glückselige Wilhelm | Relief 2
Als der heilige Wilhelm falsche Komplimente ablehnte und sein Schloss verließ, wurde er demütig und gehorchte dem Gebot des Herrn. Er verließ alles – sein Haus, seine Brüder und seine Frau – aus Liebe zu Gott und machte sich auf den Weg zu den heiligen Stätten, ohne je zurückzukehren. Niemand ist wirklich heilig, außer wenn die Liebe Gottes in ihm wirkt.
Die Reliefs mit der Lebensgeschichte der Hemma von Gurk
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Sechs Reliefs im Dom von Gurk zeigen die Lebensgeschichte der heiligen Hemma von Gurk. Sie sind mit lateinischen Bildunterschriften versehen, die unten übersetzt sind.
Die heilige Hemma | Relief 1
Die heilige Hemma, Gräfin von Pöllenstein, war die Enkelin des heiligen Kaisers Heinrich und die Frau des heiligen Grafen Wilhelm von Zeltschach. Nachdem ihre Söhne ermordet wurden, nahm sie Christus als Nachfolger an und setzte ihn als Erben ein. Sie war bekannt für ihre tiefe Frömmigkeit und Sehnsucht nach Hingabe. Sie war stets bereit, das Wort Gottes zu empfangen und bat mit Überzeugung um Gnade bei Gott.
Der glückselige Wilhelm | Relief 2
Als der heilige Wilhelm falsche Komplimente ablehnte und sein Schloss verließ, wurde er demütig und gehorchte dem Gebot des Herrn. Er verließ alles – sein Haus, seine Brüder und seine Frau – aus Liebe zu Gott und machte sich auf den Weg zu den heiligen Stätten, ohne je zurückzukehren. Niemand ist wirklich heilig, außer wenn die Liebe Gottes in ihm wirkt.
Die heilige Hemma und der Kirchenbau | Relief 3
Die heilige Hemma begann, zu Ehren Gottes und der heiligen Jungfrau Maria, in einem Waldtal, das damals Gurkhofen hieß und heute Gurk genannt wird, eine Kirche zu bauen. Was sie ihren Untertanen befohlen hatte, wollte sie schnell und ohne Widerstand umsetzen. Was ihr wirklich wichtig war, konnte sie jedoch nicht verbergen, denn ihre Taten zeigten es deutlich.
Die heilige Hemma und ihr Leben als Nonne | Relief 4
Mit Zustimmung des ehrwürdigen Klostervorstehers Waldwin, Erzbischof von Salzburg, gründete die heilige Hemma eine Gruppe von 72 Frauen, die stets religiöse Kleidung trugen. In der Gegenwart von Waldwin bekannte sie sich zum ersten Mal als Nonne. Sie hatte all ihren Besitz und ihre Erbschaften verlassen und lebte nun so, als würde sie wie eine Taube fremde Jungen füttern. Wie ein Baum mit immergrünen Blättern und unverdorbenen Früchten brachte sie immer wieder gute Werke hervor. Sie wurde zu einem Ort der Zuflucht, des Schutzes und der Sicherheit für alle, die zu ihr kamen, fest wie der Felsen eines Schlosses.
Die heilige Hemma und ihre Spenden | Relief 5
Die heilige Hemma machte vielen Kirchen und Orten, die weit entfernt waren, wertvolle Geschenke, besonders der Kirche in Salzburg, in der sie auch beerdigt werden wollte. Außerdem schenkte sie der Kirche in Bamberg, dem Kloster Admont und den geistlichen Brüdern von Seitz (heute Žiče) reiche Einkünfte, die sie dauerhaft behalten sollten. Sie sorgte auch für tägliche Almosen für ihre Nachbarn und tat alles, was Gott gefiel, ohne viel Aufsehen zu erregen. Nach einiger Zeit machte der ehrwürdige Erzbischof Gotthard von Salzburg viele der Nonnen zu Kanonikern nach der Regel des heiligen Augustinus.
Der Tod der heiligen Hemma | Relief 6
Die heilige Hemma vollendete ihre Arbeiten im Jahr 1045 am Festtag der Apostel Petrus und Paulus und übergab ihren Geist dem Herrn. Ihr Körper wurde im Gurktal im Gurker Dom beigesetzt. Bald darauf wurde sie bekannt für die vielen Wunder, die durch sie geschehen sind. Diese Wunder sind in ihrer Lebensgeschichte festgehalten und werden auch heute noch gefeiert.