Barocke Bodenstanduhr, 18. Jh.
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Kurzbeschreibung
Diese barocke Bodenstanduhr verfügt über ein fein gearbeitetes, nußfurniertes Gehäuse mit geometrischer Intarsienarbeit.
Die hohe, elegante Form wird von einem geschweiften Aufsatz bekrönt, der ein reich vergoldetes Zifferblatt mit aufgesetztem Ziffernreif und römischen Ziffern rahmt.
Dekorative Details, darunter geschnitzte Elemente und ornamentale Messingteile, steigern ihre visuelle Wirkung.
Die Tür des Korpus zeigt aufwendige Intarsienmuster und verweist auf die hohe Qualität der Schreinerarbeit dieser Zeit.
Die Uhr verbindet präzise Zeitmessung mit anspruchsvoller Handwerkskunst und veranschaulicht die ästhetischen und technischen Leistungen der Möbelkunst und Uhrmacherkunst des 18. Jahrhunderts.
Detaillierte Beschreibung
Oberer Teil (auch als Haube oder Aufsatz bezeichnet)
Der obere Teil bildet den visuellen Schwerpunkt der Uhr. Er wird von einem geschweiften Fronton bekrönt, das dem Gehäuse eine architektonische Wirkung verleiht. Die Haube wird von geschnitzten Seitenteilen in Volutenform gerahmt, anstelle von klassischen Säulen. Im Zentrum befindet sich ein reich verziertes Zifferblatt aus Messing, das von einer vergoldeten Einfassung umgeben ist und einen aufgesetzten Ziffernreif mit römischen Ziffern trägt. Dieser Teil beherbergt das Uhrwerk und zeigt zugleich die aufwendigste dekorative Gestaltung.
Mittlerer Teil (auch als Gehäusemittelteil oder Schaft bezeichnet)
Der hohe Mittelteil umschließt Pendel und Gewichte. Seine Tür ist mit Nussbaumfurnier belegt, das sorgfältig angeordnet ist, um die natürliche Maserung zu betonen, und wird durch geometrische Marketerie aus kontrastierenden Furnieren bereichert. Eine geformte Pendelöffnung gewährt einen Blick auf das schwingende Pendel und verleiht der Gestaltung eine subtile Lebendigkeit. Die fein ausgearbeitete Oberfläche zeugt von hoher kunsthandwerklicher Qualität.
Unterer Teil (auch als Sockel bezeichnet)
Der untere Teil bildet einen massiven Sockel, der die Uhr sowohl visuell als auch konstruktiv verankert. Im Gegensatz zu den reich verzierten oberen Partien ist er vergleichsweise zurückhaltend gestaltet, mit breiten Holzflächen und profilierten Kanten, die Gewicht und Stabilität vermitteln. Dieser Sockel trägt die Gesamthöhe der Uhr und vollendet ihre ausgewogene, vertikale Komposition.






Uhrwerk
Diese Uhr wird von einem gewichtsbetriebenen Uhrwerk angetrieben, bei dem herabsinkende Gewichte die Energie für den Antrieb liefern. Ein Pendel reguliert die Zeit durch seine gleichmäßige, rhythmische Schwingung und sorgt für eine konstante Ganggenauigkeit. Das Uhrwerk wird durch eine Hemmung gesteuert, die das Räderwerk in gleichmäßigen Intervallen freigibt. Zusammen ermöglichen diese Elemente die Zeitmessung und – sofern vorhanden – den Stundenschlag.