Siegel und Stempel
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Siegel der Zinngießer
in Kärnten und Krain, 1674
Das Siegel ist als dunkelroter Wachsabdruck mit einem unregelmäßig kreisförmigen Umriss dargestellt. Sein äußerer Rand ist uneben, weil sich das weiche Wachs beim Eindrücken des Stempels ausbreitete. Feine Risse, abgenutzte Stellen und dunklere Vertiefungen weisen auf Alter und häufige Handhabung hin.
Im Zentrum befindet sich ein Wappen mit Schild, Helm und Helmdecke. Der Schild enthält Symbole, die mit dem Zinngießerhandwerk oder der Zinnverarbeitung verbunden sind. Um das zentrale Motiv verläuft eine kreisförmige Umschrift, welche die Zunft bezeichnet.
Die erhabenen Partien fangen das Licht ein, während die vertieften Linien dunkler erscheinen. Dieser Kontrast lässt das Wappen, die Umschrift und die Handwerkssymbole deutlich hervortreten.
Das Siegel diente zur Beglaubigung von Zunfturkunden. Es verkörperte die Autorität, Identität und den offiziellen Status der Zinngießer in Kärnten und Krain.

Stempel der Zinngießer
in Kärnten und Krain
Der Stempel ist eine kreisförmige Metallmatrize mit einem breiten, glatten Außenrand. Seine Oberfläche ist dunkelbronze- oder eisengrau, mit blank geriebenen Stellen an den erhabenen Kanten und dunkleren Tönen in den vertieften Bereichen.
Das Motiv ist spiegelverkehrt eingraviert, da der Stempel zum Prägen eines Abdrucks in weiches Siegelwachs bestimmt war. Im Zentrum befindet sich ein Wappen mit Schild, Helm und Helmdecke. Der Schild zeigt Gegenstände, die mit dem Zinngießerhandwerk oder der Zinnverarbeitung verbunden sind. Um das Zentrum verläuft eine kreisförmige Umschrift, welche die Zunft bezeichnet.
Im Gegensatz zum Wachssiegel besitzt der Stempel eine regelmäßige Kreisform. Der unregelmäßige Umriss entsteht erst beim Wachsabdruck, wenn sich das weiche Wachs über den Rand des Stempels hinaus ausbreitet.
Der Stempel diente zur Beglaubigung von Urkunden. In warmes Siegelwachs gedrückt, hinterließ er das offizielle Siegel der Zunft der Zinngießer.



