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Die Stadtbefestigung von Friesach

Lesezeit: 1:03 min

Die Befestigungsanlagen von Friesach schützten einst die mittelalterliche Stadt. Die erhaltene Stadtmauer und ihre zugehörigen Verteidigungswerke sind noch heute bedeutende historische Denkmäler.

Die frühesten Befestigungen

Bereits seit dem zweiten Jahrzehnt des 13. Jahrhunderts belegen schriftliche Quellen das Vorhandensein einer ersten Wehrmauer, die Friesach umgab.

Diese einfache Ringmauer, später um bis zu achtzig Meter erweitert, umschloss auch das Dominikanerkloster, den Geyersberg und den Petersberg.

Zeiten der Konflikte und des Wiederaufbaus

Am Ende des 13. Jahrhunderts musste Friesach drei Eroberungen und Plünderungen überstehen. In diesen unruhigen Zeiten erwies sich die bestehende Mauer als unzureichend zum Schutz der Stadt.

Unter der Leitung des Vizedoms und Propstes Geroid von St. Bartimä erfolgte daher eine umfassende Erneuerung und Neugestaltung der Befestigungsanlagen. Dieses ehrgeizige Bauvorhaben legte die Grundstruktur fest, die das historische Stadtbild bis heute prägt.

Die heutigen Befestigungen

Die heutige Stadtmauer wurde spätestens zwischen 1292 und 1323 vollendet und bezog dabei ältere Bauteile mit ein.

Sie bestand aus einer Ringmauer von etwa zehn bis elf Metern Höhe, einem äußeren Zwinger von rund neun Metern Breite sowie einem wassergefüllten Stadtgraben, der zehn bis fünfzehn Meter breit war.

An der Nordseite wurden die Befestigungen durch den Rotturm-Komplex verstärkt, während der Zugang zur Stadt über fünf Tore mit Tortürmen erfolgte: das Neumarkter Tor, das Olsator, das St. Veiter Tor, das Heidentor und das Sacktor.

Von diesen ist das Sacktor als einziges teilweise erhalten, ein eindrucksvolles Zeugnis der wehrhaften mittelalterlichen Stadtbefestigung Friesachs.