Geschichtliche Entwicklung der Stadt Friesach | Vier Phasen
Die Friesacher Märkte, 860 – 1180 | Kartenlegende
Lesezeit: 0:25 min
Phase 1
Der Hof zu Friesach im Bereich des Fürstenhofes wurde im Jahr 860 urkundlich erwähnt.
Phase 2
Der Salzburger Markt befand sich im Bereich nördlich des heutigen Hauptplatzes.
Phase 3
Der Gurker Markt, der sich im Bereich des heutigen Grafendorf befand, wurde 1028 urkundlich erwähnt und 1124 von Erzbischof Konrad I. zerstört.
Phase 4
Der Gurker Markt, der sich im Bereich südlich des heutigen Hauptplatzes befand, wurde zwischen 1124 und 1130 neu aufgebaut und stand 1180 unter salzburgischer Herrschaft.
Die Friesacher Märkte
Lesezeit: 0:55 min
Die Siedlung Friesach, unterhalb der Petersberger Burg, erhielt 1215 n. Chr. Stadtrechte. Im Mittelalter war sie eine bedeutende Handelsstadt und ein kommerzielles Zentrum, da eine wichtige Handelsstraße von Wien nach Venedig durch die Stadt führte.
Die Stadt blühte auf, als Erzbischof Eberhard II. von Regensberg (1200–1246 n. Chr.) sie zur zweitgrößten Stadt im Erzbistum Salzburg und zur wichtigsten Stadt in Kärnten machte.
Aus lokalen Silberressourcen prägte die Stadt sogar ihre eigene Währung, den Friesacher Pfennig oder Frizatik, der im 12. Jahrhundert n. Chr. in den österreichischen und ungarischen Ländern weit verbreitet war. Die Stadt erlangte regionale Bedeutung, und im 13. Jahrhundert n. Chr. war der Friesacher Pfennig die Standardwährung in den östlichen Alpen. Er zirkulierte bis nach Kroatien.
Die Bedeutung der Stadt nahm mit dem Aufstieg des Hauses Habsburg ab. Die Festung in Friesach blieb jedoch während des gesamten Mittelalters eine wichtige Machtbasis für die Salzburger Fürsterzbischöfe. Sie wurde ab 1495 n. Chr. von Leonhard von Keutschach erweitert und verstärkt.
Friesach gehörte bis zur Säkularisation des Erzbistums im Jahr 1803 n. Chr. zu Salzburg, als es schließlich Teil von Kärnten wurde.
