Karnerkapelle St. Michael
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Die Karnerkapelle St. Michael der Stadtpfarrkirche St. Bartholomäus wurde 1845 wegen Straßenbaus abgebrochen. Dieses Foto basiert auf einem Aquarell aus der Zeit um 1840.
Was ist ein Karner?
Ein Karner (Beinhaus) ist ein Gebäude oder eine Gruft, in der die Gebeine Verstorbener aufbewahrt werden, nachdem das Fleisch vergangen ist.
Im Mittelalter, auch in Kärnten, waren Karner häufig an Kirchen oder Friedhöfe angeschlossen. Sie stellten eine praktische Lösung für den begrenzten Platz auf Friedhöfen dar, da ältere Gebeine umgelagert werden konnten, um Raum für neue Bestattungen zu schaffen.
Karner konnten einfache Holzgebäude, steinerne Bauten oder kleine Kapellen sein und waren mitunter reich mit Schnitzereien, Inschriften oder Wandmalereien geschmückt.
Was ist ein Ossuarium?
Ein Ossuarium ist ein Behältnis oder ein Ort zur Aufbewahrung menschlicher Gebeine.
Der Begriff kann sich sowohl auf eine einzelne Kiste, Truhe oder einen Behälter beziehen, wird aber auch für Gebäude oder Kammern verwendet, die zur Lagerung von Gebeinen bestimmt sind.
Manche Ossuarien zeigen die Gebeine in Mustern oder ornamentalen Anordnungen und verbinden praktische Aufbewahrung mit künstlerischer Gestaltung.
Unterschied zwischen Karner und Ossuarium
Ein Karner ist in der Regel ein Gebäude oder Raum, in dem verweste Überreste aufbewahrt werden, oft in Verbindung mit einem Kirchhof oder Friedhof.
Ein Ossuarium kann sowohl einen Behälter für Gebeine als auch ein Gebäude bezeichnen, das Gebeine birgt.
In der Praxis überschneiden sich die Begriffe: Ein mittelalterlicher Kärntner Karner enthielt häufig Ossuarien oder Gebeinestapel. Während der Begriff „Karner“ das Gebäude bezeichnet, hebt „Ossuarium“ die Aufbewahrung bzw. Sammlung der Gebeine hervor.
