Der Dominikanerorden
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Ankunft und Gründung
Der Dominikanerorden kam 1217 nach Friesach, nur zwei Jahre nach seiner Gründung in Toulouse im Jahr 1215.
Im Bereich des sogenannten „Sackes“ – dem heutigen Standort der Seminarkirche – errichteten die Mönche das erste Dominikanerkloster im deutschsprachigen Raum.
Gegründet wurde die Gemeinschaft von Heiligen Hyazinth von Oppeln, einem engen Begleiter des Heiligen Dominikus.
Das Kloster und seine Kirche
Mit dem Wachstum der Gemeinschaft verlegten die Dominikaner ihr Kloster außerhalb der Stadtmauer.
Zwischen 1265 und 1300 entstand dort ein neuer Klosterkomplex mit einer großen Kirche. Diese wurde die längste Kirche Kärntens und zeigt den Einfluss und die Bedeutung des Ordens im mittelalterlichen Friesach.
Glaube und Bildung
Die Dominikaner waren bekannt für ihre Predigten und ihre Lehrtätigkeit. Sie folgten der scholastischen Philosophie, die Glauben und Vernunft miteinander verband, und standen treu zum Papsttum.
Bedeutende Dominikaner wie Albertus Magnus und Thomas von Aquin prägten das geistige Leben Europas und verbreiteten die Ideen des Ordens weit über seine Klöster hinaus.
Niedergang und Erneuerung
Im 19. Jahrhundert stand das Kloster zeitweise vor der Auflösung, wie viele andere Klöster jener Zeit.
Später übernahmen Dominikanerinnen aus Lienz die Anlage.
Im Jahr 1890 kehrten schließlich wieder Dominikanermönche nach Friesach zurück und belebten die lange Tradition des Ordens in der Stadt neu.




