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Erzbischof Konrad I., 1105–1147
Lesezeit: 2:45 min

Geboren: ca. 1075 n. Chr.
Gestorben: 9. April 1147 n. Chr.

Konrad I. von Abenberg war im ersten Halbjahr des 12. Jahrhunderts Erzbischoff von Salzburg, Österreich. Geboren in den Adel von Abenberg-Frensdorf, wurde Konrad für eine kirchliche Karriere am Hof von Kaiser Heinrich IV. erzogen, wo er Mitglied der Hofkapelle war. Er wurde Kanoniker in Hildesheim.

Nach der Begleitung von Kaiser Heinrich V. nach Italien im Juli 1110 n. Chr., stellte sich Konrad während des Investiturstreits auf die Seite des Papstes, was schließlich zu seinem Exil für mehrere Jahre führte.

Er kehrte 1121 n. Chr. nach Salzburg zurück und spielte eine wichtige Rolle bei den politischen Ereignissen der Zeit, einschließlich der Wahl von Lothar von Supplinburg zum König von Deutschland im Jahr 1125 n. Chr. sowie des Papstschismas von 1130 n. Chr., bei dem er eine Rolle bei der Anerkennung von Papst Innozenz II. durch den König spielte.

Während der Abwesenheit von Lothar von Supplinburg in Italien wurde Konrad am 4. Juni 1133 n. Chr. zum Erzbischoff von Salzburg geweiht.

Als Fürst-Erzbischoff war er sehr einflussreich in der deutschen Politik und ein äußerst energischer Reformer, der oft als „der zweite Gründer der Kirche von Salzburg“ bezeichnet wird.

Er leitete eine Versammlung, die die Angelegenheiten der religiösen Häuser überwachte und behielt eine starke Kontrolle über die Zehnten. Er war verantwortlich für den Bau des Salzburger Doms und des Domfriedhofs im Jahr 1140 n. Chr.

Konrad überwachte auch den Bau zahlreicher Klöster und der Burgen Hohensalzburg, Werfen und Friesach.

Exil

Im Juli 1110 n. Chr. begleitete Konrad Kaiser Heinrich V. nach Italien, begleitet von einer starken militärischen Eskorte. Allerdings stellte sich Konrad während des Investiturstreits auf die Seite des Papstes. Aufgrund weiterer Konflikte mit kaiserlichen Beamten musste Konrad 1112 n. Chr. fliehen und konnte erst 1121 n. Chr. nach Salzburg zurückkehren. Während seines Exils lebte er in der Toskana, Admont (in der Steiermark) und Sachsen.


Wichtige politische Rolle

Konrad spielte eine wichtige Rolle bei den politischen Ereignissen seiner Zeit, einschließlich der Wahl von Lothar von Supplinburg zum König von Deutschland im Jahr 1125 n. Chr., den er während des Kampfes gegen die Hohenstaufen-Ursurpation unterstützte.

Während des Papstschismas von 1130 n. Chr. spielte er eine Rolle bei der Anerkennung von Papst Innozenz II. durch den König.


Reform und Verwaltung

Nach seiner Rückkehr aus dem Exil im Jahr 1121 oder 1122 n. Chr. fand Konrad seine Diözese in sehr schlechtem Zustand und stark verwüstet vor. Er widmete sich dann der Reform und dem Bau von Befestigungen zur Verteidigung von Salzburg.

Er behielt eine starke Kontrolle über die Zehnten und teilte sie zwischen den Klöstern und den Pfarrern auf, um Streitigkeiten über deren Verteilung zu vermeiden.

Zwischen 1125 und 1130 n. Chr. begann er, Münzen in Friesach zu prägen, um seine Projekte zu finanzieren. Konrad baute den Salzburger Dom wieder auf und erweiterte ihn und baute das Domkapitelhaus. 1140 n. Chr. errichtete er den Domfriedhof und baute auch Krankenhäuser für die Armen in der Stadt.

Konrad gründete mehrere Klöster und reformierte andere. Er vollendete den Bau der Burgen Hohensalzburg, Werfen und Friesach, die der Erzbischof Gebhard 1077 n. Chr. begonnen hatte. In der Steiermark reformierte er die militärische Organisation und Verwaltung der Kirchenbesitzungen und baute starke Festungen. Zur Verteidigung gegen Ungarn errichtete er Festungen in Leibnitz (Seggau), Pettau (Ptuj) und der Burg Brestanica. Auch die Burg Deutschlandsberg, im Zentrum der Salzburger Besitzungen in Weststeiermark, wurde von ihm ausgebaut.

Im Jahr 1131 n. Chr. schloss er Frieden mit König Béla II. von Ungarn, was zu einer langen Periode der Stabilität in der Grenzregion führte. Konrad starb am 9. April 1147 n. Chr. in Lungau, Salzburg. Eine anonyme Biografie, die in den 1170er Jahren verfasst wurde, stellt Konrad als einen Mann des Friedens dar.


Der zweite Gründer der Salzburger Kirche

Seine Rolle bei den Königswahlen von 1125 und 1138 n. Chr. stellt ihn unter die führenden Fürst-Erzbischöfe von Salzburg im Hochmittelalter. Er erlangte den Titel „zweiter Gründer der Salzburger Kirche“.