Wappen
Gottfried von Schrattenbach
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Gottfried von Schrattenbach war Deutschordenskomtur in Wien, Wiener Neustadt und Friesach.
Er gilt als Gründer der Deutschordenskommende St. Georgen am Sandhof bei Klagenfurt.
Er verstarb im Jahr 1641.
Biografie | Gottfried von Schrattenbach
(Komtur des Deutschen Ordens in Friesach, 17. Jahrhundert)
Herkunft und Stand
Gottfried von Schrattenbach entstammte dem alten österreichischen Adelsgeschlecht der Schrattenbach, das seit dem späten Mittelalter in Kärnten, der Steiermark und Niederösterreich begütert war.
In den Inschriften erscheint er als „Godefridus de Schrattenbach, baro in Heggenberg et Osterwitz“, was seine Stellung als Freiherr über die Herrschaften Heggenberg und Osterwitz bestätigt.
Tätigkeit im Deutschen Orden
Er gehörte dem Deutschen Orden an und bekleidete das Amt des Komturs von Friesach (commendator Frisacensis).
Eine lateinische Bauinschrift aus dem Jahr 1614, erhalten am ehemaligen Deutschordensspital in Friesach, bezeugt seine Bautätigkeit und seine Funktion innerhalb des Ordens. Der Text lautet: „Gottfried von Schrattenbach, Freiherr zu Heggenberg und Osterwitz, Ritter des Deutschen Ordens und Komtur von Friesach, hat dieses Gebäude auf eigene Kosten errichten lassen.“
Bau- und Stiftungstätigkeit in Friesach
Im Zuge seiner Amtszeit ließ Schrattenbach das Deutschordensspital in Friesach ausbauen und neu gestalten. Der genannte Bauinschriftstein mit seinem Wappen und der Jahreszahl 1614 ist ein herausragendes Zeugnis dieser Bauphase. Archivalische Quellen belegen zudem seine Mitwirkung an Grundstücksangelegenheiten des Ordens, etwa im Jahr 1617, als er als „Gottfried Freiherr von Sehrattenbach, Komtur zu Friesach“ in einer Urkunde erwähnt wird.
Die Bautätigkeit Schrattenbachs verleiht dem heutigen Gebäudekomplex des ehemaligen Deutschordenshauses seine frühbarocke Gestalt.
Bedeutung und Nachwirkung
Gottfried von Schrattenbach steht beispielhaft für den hohen Adel innerhalb des Deutschen Ordens, der im 17. Jahrhundert in Kärnten noch bedeutende karitative und bauliche Aufgaben übernahm. Durch die von ihm veranlassten Baumaßnahmen erhielt Friesach eines der repräsentativsten Ordenshäuser im südlichen Alpenraum.


