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Bernhard von Spanheim
(um 1176 – 1256)

Herzog von Kärnten

Lesezeit: 1:04 min

Frühes Leben und Herkunft

Bernhard von Spanheim (auch Sponheim genannt) wurde zwischen 1176 und 1181 geboren. Er war Sohn von Herzog Hermann II. von Kärnten und Agnes von Österreich aus dem Haus der Babenberger. Er entstammte dem hochadeligen Geschlecht der Spanheimer und folgte 1202 nach dem Tod seines Bruders Ulrich II. als Herzog von Kärnten nach.

Regierung und politische Laufbahn

Bernhard regierte als Herzog von Kärnten von 1202 bis zum 4. Jänner 1256. Politisch wechselte er zunächst zwischen Philipp von Schwaben und Otto IV., bis er ab 1212 den Staufer Friedrich II. unterstützte. Er nannte sich „princeps terre“ und bemühte sich, Kärnten vom Lehensherzogtum zum territorialen Fürstentum zu entwickeln. Er sicherte wichtige Alpenübergänge und gründete bzw. verlegte Städte wie St. Veit, Klagenfurt und Völkermarkt.

Schirmherrschaft, Stiftungen und Vermächtnis

Um 1234 stiftete Bernhard das Zisterzienserkloster Mariabrunn (heute Kostanjevica) bei Landstraß in Krain. Er wurde im Stift St. Paul im Lavanttal, dem Familienkloster der Spanheimer, bestattet. Seine Ehe mit Judith von Böhmen im Jahr 1213 verband das Haus Spanheim mit den Přemysliden und stärkte die dynastische Stellung Kärntens in Mitteleuropa.

Tod und historische Bedeutung

Bernhard verstarb am 4. Jänner 1256, wahrscheinlich in Völkermarkt, und wurde von seinem Sohn Ulrich III. beerbt. Seine lange und stabile Regierungszeit brachte Kärnten städtisches Wachstum, territoriale Festigung und enge dynastische Verbindungen. Er gilt als einer der fähigsten Herrscher des mittelalterlichen Herzogtums.

Reitersiegel von Bernhard von Spanheim

Das Reitersiegel von Bernhard von Spanheim, Herzog von Kärnten, trägt seine persönlichen Insignien.

Bernhard von Spanheim bekleidete im 13. Jahrhundert den Herzogstitel.