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Die erste Nennung von Friesach
Lesezeit: 0:35 min

Im Jahr 860 trat der Name Friesach erstmals erwiesenermaßen in Erscheinung, und zwar in einer Urkunde, die auf den 20. November dieses Jahres datiert ist.

In dieser Urkunde schenkte König Ludwig der Deutsche der Salzburger Kirche zwei Städte sowie 41 Höfe und Kirchen, die das Bistum zuvor als Lehen besessen hatte.

Das Original der Urkunde befindet sich heute im Haus-, Hof- und Staatsarchiv in Wien. Im selben Archiv wird auch eine Abschrift aus dem 10. Jahrhundert aufbewahrt.

Die Schenkung des deutschen Königs an die Kirche von Salzburg erfolgte aufgrund von Familienfehden innerhalb der Karolinger.

Friesach im frühen Mittelalter
Lesezeit: 0:50 min

Im späten 6. Jahrhundert wanderten slawische Volksstämme nach Kärnten ein und besiedelten auch den Friesacher Raum. Dementsprechend ist der Name „Friesach“ slawischen Ursprungs (von „Breza“ = Birke oder „Breg“ = Ufer, Rain).

Unter karolingischer Herrschaft wurden den zuziehenden bairischen und fränkischen Siedlern Königshöfe als Lehen übergeben. 860 wurde Friesach erstmals urkundlich erwähnt. König Ludwig der Deutsche (843–876) schenkte dem Salzburger Erzbischof Adalwin unter anderem auch einen Hof bei Friesach. Um diesen Königshof, der vermutlich im Bereich des heutigen Fürstenhofes gelegen war, entwickelte sich in der Folgezeit der Salzburger Markt Friesach.

Zeitgleich entstand im Süden, auf dem gegenüberliegenden Ufer der Metnitz im Bereich des heutigen Grafendorf, ein ebenso Friesach genannter Ort im Besitz des Grafen von Friesach-Zeltschach.

Durch die Schenkungen der heiligen Hemma gelangte dieser Besitz an das 1072 gegründete Suffraganbistum Gurk. Ein lange währender Kampf zwischen den Salzburger Erzbischöfen und den Gurker Bischöfen um das Herrschaftsgebiet Friesach war die Folge.