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Schlussstein mit Margeriten-Ornament  
Originaler Fundort des Artefakts: Rippengewölbe der Virgilienbergkirche

Kirchenruine Virgilienberg 
Lesezeit: 0:10 min

Die Kirchenruine Virgilienberg ist auf einer Anhöhe im Süden der Stadt Friesach zwischen der Deutschordenskirche und der Heilig-Blut-Kirche.

Sie war ehemals die befestigte Anlage einer Propstei mit Kirche.

Der Schlussstein: Architektur und Steinmetzkunst Erklärt
Lesezeit: 0:20 min

Der Schlussstein ist ein fundamentales Element der Architektur und Steinmetzkunst, dessen Ursprung bis in die Antike zurückreicht. Dieser zentrale Stein, der oft am höchsten Punkt eines Bogens zu finden ist, dient nicht nur als strukturelles Element, sondern auch als dekoratives Merkmal und symbolisiert die Stärke und Stabilität der Struktur, die er stützt.

Schlusssteine wurden in verschiedenen architektonischen Stilen verwendet, von den grandiosen Bögen römischer Aquädukte bis hin zu den verzierten Fassaden gotischer Kathedralen.

Die Funktion des Schlusssteins
Lesezeit: 1:10 min

Die Hauptfunktion des Schlusssteins besteht darin, das Gewicht der Struktur gleichmäßig über den Bogen zu verteilen und zu verhindern, dass der Bogen unter seinem eigenen Gewicht zusammenbricht. Der Schlussstein erreicht dies, indem er als Sperre fungiert, die die anderen Steine des Bogens an ihrem Platz hält und es dem Bogen ermöglicht, Gewicht zu tragen, ohne zusammenzubrechen. Ohne einen Schlussstein würden die Steine eines Bogens unter dem Einfluss der Schwerkraft einfach auseinander gleiten.

Strukturelle Rolle
Die Rolle des Schlusssteins als strukturelles Element ist vielleicht seine wichtigste Funktion. Der Schlussstein wird als letzter Stein während des Baus eines Bogens eingesetzt, wodurch die anderen Steine an ihrem Platz fixiert und der Bogen in der Lage ist, Gewicht zu tragen. Dies geschieht durch das Prinzip der Kompression, bei dem jeder Stein im Bogen gegen seine benachbarten Steine drückt und so eine stabile, selbsttragende Struktur bildet.

Dekorative Rolle
Während die strukturelle Rolle des Schlusssteins von entscheidender Bedeutung ist, sollte seine dekorative Rolle nicht übersehen werden. In vielen architektonischen Stilen ist der Schlussstein oft das verzierendste Element eines Bogens, verziert mit Schnitzereien, Reliefs und anderen dekorativen Merkmalen. Dies zieht den Blick auf den Schlussstein und betont seine Bedeutung, während es der Struktur ästhetische Anziehungskraft verleiht. Die dekorative Rolle des Schlusssteins hat sich im Laufe der Zeit weiterentwickelt und spiegelt Veränderungen in den architektonischen Stilen und kulturellen Vorlieben wider. In der römischen Architektur zum Beispiel wurden Schlusssteine oft mit Darstellungen von Göttern und Göttinnen geschnitzt, während in der Gotik Schlusssteine häufig mit filigranen floralen Mustern und religiöser Ikonographie verziert waren.

Die Geschichte des Schlusssteins
Lesezeit: 0:50 min

Die Verwendung des Schlusssteins in der Architektur reicht bis in die Antike zurück, wobei die frühesten bekannten Beispiele in den Bögen römischer Aquädukte und Brücken zu finden sind. Die Römer waren die ersten, die das strukturelle Potenzial des Bogens vollständig verstanden und ausnutzten, und der Schlussstein war ein entscheidendes Element ihrer architektonischen Innovationen.

Mittelalterliches Europa
Im Mittelalter wurde die Verwendung des Schlusssteins immer weiter verbreitet, da der Bogen ein häufiges Element der Architektur jener Zeit wurde. Der Schlussstein war oft der am stärksten verzierte Teil des Bogens, der mit filigranen Mustern und religiöser Ikonographie geschnitzt war.

Die gotische Epoche erlebte den Höhepunkt der Verwendung des Schlusssteins, mit der Entwicklung des Spitzbogens und des Rippengewölbes. Diese Innovationen ermöglichten den Bau höherer, geräumigerer Gebäude, wobei der Schlussstein eine entscheidende Rolle beim Stützen dieser ehrgeizigen Strukturen spielte. Der gotische Schlussstein war oft reich verziert, mit Schnitzereien von Heiligen, Engeln und anderen religiösen Figuren, die den spirituellen Fokus der Epoche widerspiegelten.