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Spindeltaschenuhren
18. und 19. Jh.

Lesezeit: 1:00 Min.

Allgemeines
Spindeltaschenuhren (Uhren mit Spindelhemmung), 18. und 19. Jahrhundert. Gefertigt in West- und Mitteleuropa, wo diese Bauart vor der Einführung präziserer Hemmungen weit verbreitet war.

Gehäuse – Gesamtform
Die Uhren besitzen ein rundes, kompaktes Gehäuse, das für den tragbaren Gebrauch konzipiert ist. Die Form verbindet funktionale Anforderungen mit einer für die Zeit typischen handwerklichen Ausführung.

Front / Vorderseite
Die Vorderseite wird durch das runde Zifferblatt bestimmt, das meist durch ein Glas oder einen Klappdeckel geschützt ist. Die Gestaltung legt Wert auf gute Ablesbarkeit.

Hauptkörper
Der Korpus besteht aus einem Metallgehäuse, das das Uhrwerk umschließt. Verwendet werden Messing, versilbertes Messing oder Silber.

Dekor und Materialien
Das Uhrwerk zeigt fein gearbeitete Details wie gravierte und durchbrochene Spindelbrücken. Die dekorative Ausführung konzentriert sich häufig auf die sichtbaren Teile des Mechanismus. Die Gehäuse können schlicht oder leicht verziert sein.

Zifferblatt
Rundes Zifferblatt, meist aus Email, mit guter Kontrastwirkung zur Anzeige.

Ziffernreif
Ein Ziffernreif mit römischen Stundenziffern strukturiert die Anzeige; teilweise mit zusätzlicher Minuterie.

Uhrwerk
Mechanisches Spindelwerk mit Kette und Schnecke (Fusee), die für eine gleichmäßigere Kraftübertragung sorgt.

Inschriften / Signaturen
Teilweise mit Signaturen versehen; nicht alle Exemplare sind signiert.

Verwendung und Aufstellung
Für den persönlichen Gebrauch bestimmt; die Uhren wurden am Körper getragen, meist an einer Kette in der Tasche.

Zeitmessung
Anzeige im 12-Stunden-Zyklus; regelmäßiges Aufziehen erforderlich. Die Ganggenauigkeit ist im Vergleich zu späteren Konstruktionen begrenzt, stellt jedoch einen wichtigen Entwicklungsschritt der tragbaren Zeitmessung dar.