Der Deutsche Orden in Friesach
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Der Deutsche Orden ist seit 1203 in Friesach nachweisbar.
Gegründet wurde die ritterliche Hospitalgemeinschaft 1190 während des Dritten Kreuzzugs in Akkon. Bereits 1191 stellte Papst Clemens III. das Feldspital der „Geliebten Brüder der Gemeinschaft St. Mariens zu Jerusalem“ unter seinen Schutz.
Vom Hospital zur Rittergemeinschaft
Im Jahr 1199 wurde die Gemeinschaft in einen geistlichen Ritterorden nach dem Vorbild der Templer und Johanniter umgewandelt. Die Ordensritter standen in enger Verbindung zum habsburgischen Herrscherhaus und kämpften in eigenen Regimentern – den berühmten „Teutschmeistern“ – gegen Reichs- und Glaubensfeinde.
Die Friesacher Kommende
Die erste Niederlassung in Friesach entstand dreizehn Jahre nach der Ordensgründung, zunächst im ehemaligen Admonter Hospital St. Maria Magdalena und St. Mauriz in der Neumarkter Vorstadt.
Nach 1275 verlegte man den Sitz in den Süden der Stadt, wo bereits eine dem hl. Blasius geweihte Kirche stand.
Trotz vieler schwieriger Zeiten konnte sich die Kommende behaupten, auch wenn der Spitalsbetrieb nicht immer aufrechterhalten wurde.
Erneuerung im 19. Jahrhundert
Erst ab 1880 erhielt das Haus durch das Engagement von Graf Eduard Gaston von Pettenegg, der die Kirche renovieren ließ und ein modernes Spital errichtete, wieder seinen ursprünglichen Zweck zurück.
Caritas und seelische Betreuung heute
Seit der Umwandlung in einen rein geistlichen Orden im Jahr 1929 widmen sich die „Brüder und Schwestern vom Deutschen Haus St. Mariens in Jerusalem“ wieder verstärkt der karitativen Tätigkeit – nach dem Leitspruch: Helfen und Heilen.
Das Friesacher Spital ist heute für seine hervorragende medizinische Versorgung und einfühlsame seelische Betreuung weithin bekannt.

