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Jüdische Gemeinde in Friesach

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Bereits 1124 wird in Friesach eine via Judeorum – eine Judenstraße – erwähnt.

Spätestens im 13. Jahrhundert entstand an der Stelle des heutigen Hauses Neumarkterstraße 5 eine Synagoge. Der jüdische Friedhof befand sich auf der gegenüberliegenden Talseite, oberhalb der Ortschaft Judendorf.

Handel und Finanzwesen

Ursprünglich als Händler, vor allem aus Italien, nach Friesach gekommen, übernahmen die Juden bald eine zentrale Rolle im städtischen Bank- und Geldleihwesen. Ihre wirtschaftliche Tätigkeit trug wesentlich zum Aufschwung der Stadt bei und machte Friesach zu einem wichtigen Handelsplatz im mittelalterlichen Kärnten.

Vertreibung im Jahr 1404

Im Jahr 1404 ließ der Erzbischof von Salzburg, um seine hohen Schulden zu tilgen, die Juden von Salzburg und Hallein wegen einer angeblichen Hostienschändung hinrichten und jene von Friesach und Pettau vertreiben.

Nach diesem Ereignis war es Juden über Jahrhunderte verboten, sich in Friesach erneut anzusiedeln.