Die Münzprägung und der Friesacher Pfennig
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Zwischen 1125 und 1130 begann die Münzprägung in Friesach.
Der Friesacher Pfennig wurde ursprünglich nach der Kölner Mark geprägt. Daher ist zu vermuten, dass die ersten Münzmeister aus dem Rheinland stammten.
Silbergruben gab es am Zosen bei Hüttenberg, am Dobersberg (westlich von Friesach) und am Dobritsch.
Bereits zu Beginn des 10. Jahrhunderts hatten die Erzbischöfe in Salzburg selbst ihre Münzen prägen lassen. Damals herrschte allerdings die Naturalwirtschaft vor, und das Geld wurde vorwiegend im Fernhandel benötigt.
Hauptsächliche Verwendung fand es im Sklavenhandel. Als aber dieser durch die Christianisierung zurückgegangen war, stellte Salzburg die Münzprägung ein.
Aufgenommen wurde sie erst wieder in Friesach.
Im Jahr 1157 wird der Friesacher Pfennig in einer Originalurkunde genannt. Es sind auch immer wieder Hinweise auf Münzmeister und Geldwechsler in Friesach zu finden.
Anfang des 13. Jahrhunderts erreichte die Bedeutung des Pfennigs aus Friesach ihren Höhepunkt, und er wurde zu einer der wichtigsten Münzen im europäischen Mittelalter.
In vielen Orten prägte man ihn sogar nach. Verbreitung fand er in Oberitalien und in Südosteuropa. Selbst in Ungarn wurde der Friesacher Pfennig zur wichtigsten Münze.
In einem Münzvertrag vom 14. Juli 1268 wurde die Kärntner herzogliche Münze derjenigen von Friesach angepasst.
Laut einem Vertrag vom 24. August 1334 wurde der Silbergehalt herabgesetzt. Etwa 30 Jahr später stellte Salzburg die Münzprägung ganz ein.
Um 1506 wurden in Friesach wieder für kurze Zeit Münzen geschlagen.


