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Werkzeuge, die von einem Münzmeister im mittelalterlichen Friesach verwendet wurden

Im Mittelalter war Friesach ein bedeutendes mittelalterliches Münzprägezentrum im Heiligen Römischen Reich. Ein Münzmeister in Friesach verwendete verschiedene spezialisierte Werkzeuge zur Herstellung von Münzen. Zu den Werkzeugen und Geräten gehörten:

1. Münzprägepresse oder Münzprägpresse: Dies war ein entscheidendes Werkzeug für den Münzmeister. Es wurde verwendet, um die Münzen zu prägen, indem Druck auf einen Metallrohling (die Basis der Münze) zwischen zwei geprägten Matrizen ausgeübt wurde – eine für das Vorderdesign (Obverse) und die andere für das Rückdesign (Reverse) der Münze.

2. Matrizen: Dies waren Metallstempel, die das Design der Münzen trugen. Münzmeister mussten sicherstellen, dass die Matrizen genau mit den richtigen Symbolen, Porträts oder Inschriften graviert waren, was oft ein Zeichen des Herrschers oder der örtlichen Behörde war. Diese Matrizen waren unerlässlich, um die Münze mit ihrer Denomination und Authentizität zu kennzeichnen.

3. Rohlingpresse oder Schneidewerkzeuge: Der Münzmeister verwendete diese Werkzeuge, um die Münzrohlinge (auch als Planchets bekannt) aus einem Blech oder Metallstreifen, meist aus Silber oder Kupfer, auszuschneiden oder auszupressen. Dieser Prozess erforderte Präzision, um sicherzustellen, dass jeder Rohling die richtige Größe und Dicke hatte, bevor er geprägt wurde.

4. Amboss: Der Amboss wurde verwendet, um die Münze während des Prägevorgangs zu stützen. Der Rohling wurde auf den Amboss gelegt, und der Münzmeister schlug ihn mit einem Hammer oder einer Presse, um das Design zu prägen.

5. Hämmer oder Streitkolben: In früheren Zeiten, vor der Erfindung der Münzprägpresse, wurden große Hämmer von Hand verwendet, um die Münzmatrizen zu schlagen. Dies war ein sehr arbeitsintensiver Prozess, bei dem die Kraft des Hammers das Design von der Matrize auf den Münzrohling übertrug.

6. Messwerkzeuge: Präzision war der Schlüssel in der Münzproduktion, daher wurden Werkzeuge wie Kaliber oder Lineale verwendet, um den Durchmesser und die Dicke der Münzen zu messen. Dies war wichtig, um die Konsistenz in der Münzprägung zu gewährleisten.

7. Ofen oder Schmelzwerkzeuge: Der Münzmeister benötigte Zugang zu einem Ofen oder Schmelzwerkzeugen, um Edelmetalle wie Silber oder Gold zu schmelzen. Das geschmolzene Metall wurde in Formen gegossen oder zu Barren verarbeitet, bevor es in Münzrohlinge umgeformt wurde.

8. Zangen und Formen: Diese Werkzeuge wurden im Gießprozess verwendet, um das geschmolzene Metall in Formen zu gießen, um Münzen oder Barren zu bilden, bevor sie zu Rohlingen geformt wurden.