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Die Gründung der Diözese Gurk
Lesezeit: 0:55 min

In einem Schreiben vom 21. März 1070 stimmte Papst Alexander II. zu, dass die Diözese Salzburg zu groß war, um von einem Bischof allein verwaltet zu werden. Er stellte jedoch fest, dass eine Teilung nur mit der Zustimmung von Erzbischof Gebhard oder seinen Nachfolgern erfolgen konnte.

Am 6. Mai 1072 gründete Erzbischof Gebhard mit der Zustimmung von Kaiser Heinrich IV. ein neues Bistum im Herzogtum Kärnten, das Teil der Erzdiözese Salzburg war. Das neue Bistum wurde durch die Besitztümer eines ehemaligen Nonnenklosters in Gurk finanziert, das 1043 von Gräfin Hemma gegründet worden war. Am 17. Juni 1075 erinnerte Papst Gregor VII. Erzbischof Gebhard daran, dass er die Zehnten noch nicht dem Bistum Gurk zugewiesen hatte und dies tun sollte.

Die Residenz des Bischofs war nicht in Gurk, sondern auf der Burg Strassburg, etwa zwei Meilen entfernt. Anfangs hatten die Bischöfe von Gurk nur eingeschränkte Rechte, wobei der Erzbischof von Salzburg die Ernennungen, Weihen und Investituren kontrollierte. Die Bischöfe von Gurk versuchten, unabhängig zu werden. Der erste Bischof, Günther von Krapffeld, ein lokaler Adliger, wurde am 6. Mai 1072 von Erzbischof Gebhard geweiht.

Die Diözese Gurk diente als Modell für spätere Bistumsgründungen durch die Erzbischöfe von Salzburg: das Bistum Chiemsee (1216), die Diözese Seckau (1218) und die Diözese Lavant (1228).


Wappen des Bistums Gurk

Die Bischöfe von Gurk
Lezeseit: 1:00 Min

Die Bischöfe von Gurk waren die religiösen Führer der Diözese Gurk. Die Diözese wurde im 11. Jahrhundert n. Chr. gegründet und befand sich im heutigen Kärnten. Der Titel des Bischofs von Gurk wurde vom Leiter dieser Diözese getragen. Die Diözese Gurk war Teil der kirchlichen Struktur der katholischen Kirche im Heiligen Römischen Reich.

Die Bischöfe waren verantwortlich für das geistliche Wohl der Menschen innerhalb der Diözese, die Verwaltung der Kirchenangelegenheiten und die Seelsorge für Klerus und Laien in der Region. Die Diözese Gurk war bekannt für ihre beeindruckende Kathedrale, die Gurker Kathedrale, die im 12. Jahrhundert n. Chr. erbaut wurde und heute ein bedeutendes religiöses und architektonisches Wahrzeichen darstellt.

Im Laufe der Zeit wurde die Rolle des Bischofs von Gurk immer einflussreicher, nicht nur in religiösen Angelegenheiten, sondern auch in der lokalen Politik, da die Bischöfe oft an der Regierung der Region beteiligt waren. Die Diözese war ein bedeutender Bestandteil der kirchlichen Landschaft des Heiligen Römischen Reiches und später Österreichs.

Im Jahr 1787, während der Herrschaft von Kaiser Joseph II., wurde die Diözese Gurk reorganisiert und ihr Gebiet mit anderen Diözesen zusammengelegt, was das Ende des Bistums Gurk als eigenständige Entität zur Folge hatte. Das Erbe der Bischöfe von Gurk lebt jedoch weiter in der Geschichte Kärntens und im architektonischen sowie kulturellen Erbe, das mit der Diözese verbunden ist.