Farbenquellen der Kärntner Kapellenfresken
Romanische und Gotische Epochen
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Romanische Epoche (11.–13. Jahrhundert)
In der romanischen Epoche verwendeten Freskenmaler in Kärnten
vorwiegend natürliche Mineral- und Erdpigmente.
Dazu gehörten:
– Rot: Hergestellt aus rotem Ocker (Eisenoxid) oder Zinnober (Quecksilbersulfid).
– Gelb: Ocker und gelbe Erden.
– Blau: Selten und kostbar; meist Azurit (ein Kupfercarbonat) oder importiertes Lapislazuli.
– Grün: Grünspan (Kupferacetat) oder Mischungen aus gelben und blauen Pigmenten.
– Weiß: Kalk (aus dem feuchten Putz selbst) oder Kreide.
– Schwarz: Rußschwarz aus verbrannten Knochen, Holzkohle oder Russ.
Die Farben wurden mit Wasser angerührt und direkt auf den feuchten Putz (Buon Fresco) aufgetragen, wodurch sich die Pigmente dauerhaft mit der Wand verbanden.
Gotische Epoche (13.–15. Jahrhundert)
In der gotischen Epoche wurde die Farbpalette reicher und vielfältiger, was Fortschritte im Handel und in der Pigmentaufbereitung widerspiegelte.
Wichtige Quellen waren:
– Rot: Roter Ocker, Zinnober und manchmal pflanzliche Farbstoffe aus Krapp.
– Blau: Lapislazuli blieb geschätzt für leuchtendes Ultramarin; Azurit wurde weiterhin verwendet.
– Grün: Grünspan, Malachit oder Mischungen aus blauen und gelben Erden.
– Gelb: Ocker und Orpiment (Arsensulfid) für leuchtendere Töne.
– Braun: Umbra und gebrannte Siena, zur Schattierung und Tiefenwirkung.
– Schwarz und Weiß: Wie in der Romanik, mit Rußschwarz und Kalk/Kreide.
Gotische Maler schichteten die Pigmente teilweise und arbeiteten mit Lasuren, um tiefere Farbtöne zu erzielen; einige organische Farbstoffe wurden ebenfalls verwendet, um subtile Farbeffekte zu erzeugen.











