Uhren
19. Jh.
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Schwarzwälder Wanduhr
19. Jh.
Allgemeines
Schwarzwälder Wanduhr, 19. Jahrhundert. Hergestellt im Schwarzwald (Deutschland), einem bedeutenden Zentrum der Uhrenproduktion.
Gehäuse – Gesamtform
Das Gehäuse ist als flacher, rechteckiger Rahmen konzipiert, der die Uhr frontal präsentiert. Die klare, geradlinige Form entspricht dem funktionalen Charakter von Wanduhren des 19. Jahrhunderts.
Front (Vorderseite)
Die Vorderseite wird vollständig vom verglasten Rahmen und dem dahinterliegenden Zifferblatt bestimmt. Die Gestaltung wirkt wie ein gerahmtes Bild und verbindet Uhr und dekoratives Wandobjekt.
Hauptkörper
Der Korpus ist als Rahmenkonstruktion ausgeführt. Ein tief profilierter Innenrahmen erzeugt eine optische Staffelung und lenkt den Blick zum Zentrum.
Dekor und Materialien
Der Rahmen ist schwarz politiert und wird durch eine vergoldete Innenleiste akzentuiert. Die Vergoldung erfolgt vermutlich durch Blattmetall oder Fassung und erzeugt einen leuchtenden Kontrast zur dunklen Oberfläche.
Zifferblatt
Das Hinterglaszifferblatt ist von der Rückseite bemalt und zeigt neben der Zeitanzeige eine dekorative Szenerie im unteren Bereich (Landschafts- bzw. Jagdmotiv).
Ziffernreif
Ein aufgesetzter oder optisch abgesetzter Ziffernkreis mit römischen Stundenziffern strukturiert das Zifferblatt klar.
Uhrwerk
Mechanisches Uhrwerk, typisch für Schwarzwälder Wanduhren des 19. Jahrhunderts.
Schlagwerk
Halbstunden- und Stundenschlag auf Tonfedern (Gongfedern), die einen hellen, metallischen Klang erzeugen.
Verwendung und Aufstellung
Die Uhr war für den häuslichen Gebrauch bestimmt und wurde an der Wand befestigt. Sie vereint Zeitmessung mit dekorativer Wandgestaltung.
Zeitmessung
Anzeige im 12-Stunden-Zyklus mit zusätzlichem Halbstunden- und Stundenschlag.


Biedermeier-Säulenuhr
1. H. 19. Jh.
Allgemeines
Biedermeier-Säulenuhr, erste Hälfte des 19. Jahrhunderts. Der genaue Herstellungsort ist nicht überliefert, jedoch typisch für den österreichisch-süddeutschen Raum.
Gehäuse – Gesamtform
Das Gehäuse ist als architektonische Komposition gestaltet, bestehend aus Sockel, Säulenstellung und aufgesetztem Uhrgehäuse. Die klare Gliederung und Symmetrie entsprechen dem Formempfinden des Biedermeier.
Front (Vorderseite)
Die Vorderseite wird durch die offene Säulenarchitektur geprägt, die den Blick auf das Pendel freigibt. Darüber erhebt sich das runde Uhrgehäuse mit verglaster Front.
Hauptkörper
Der Hauptkörper besteht aus einem querrechteckigen Unterbau mit aufgesetztem, zylindrischem bzw. leicht konischem Uhrgehäuse. Die Oberzone wird durch eine figürliche Bekrönung akzentuiert.
Sockel und Standzone
Ein breiter, profilierter Sockel bildet die Basis. Darüber liegt eine Deckplatte, auf der die Säulen stehen und die das obere Uhrgehäuse trägt.
Säulen
Sechs schlanke Säulen aus Alabaster tragen die obere Konstruktion. Sie sind gleichmäßig angeordnet und verleihen der Uhr eine leichte, elegante Wirkung.
Dekor und Materialien
Das Gehäuse ist dunkel gefasst und mit Perlmuttappliken verziert. Diese Einlagen setzen helle, schimmernde Akzente. Metallene Zierelemente ergänzen die dekorative Ausstattung.
Zifferblatt
Das runde Zifferblatt ist hinter Glas geschützt.
Ziffernreif
Ein Ziffernreif mit römischen Stundenziffern strukturiert das Blatt klar.
Zentrum
Das Zifferblattzentrum ist guillochiert und zeigt feine, regelmäßig gravierte Muster.
Schaupendel
Das Pendel ist frei sichtbar zwischen den Säulen angeordnet.
Uhrwerk
Mechanisches Uhrwerk mit integriertem Spielwerk (Musikmechanismus).
Schlagwerk
4/4-Schlag auf Tonfedern (Gongfedern), ergänzt durch das Spielwerk.
Verwendung und Aufstellung
Die Uhr war für den häuslichen Gebrauch bestimmt und wurde auf einer Kommode, einem Tisch oder einer Konsole aufgestellt. Sie diente sowohl als Zeitmesser als auch als dekoratives Schaustück.
Zeitmessung
Anzeige im 12-Stunden-Zyklus mit Viertelstundenschlag und zusätzlichem musikalischem Spielwerk.

Wiener Säulenuhr
1. H. 19. Jh.
Allgemeines
Wiener Säulenuhr, erste Hälfte des 19. Jahrhunderts. Hergestellt in Wien, einem bedeutenden Zentrum der Uhrenproduktion im Biedermeier.
Gehäuse – Gesamtform
Das Gehäuse ist als architektonische Komposition mit klarer Gliederung aufgebaut. Ein rechteckiger Unterbau trägt eine offene Säulenarchitektur, darüber erhebt sich das rundbogig geschlossene Uhrgehäuse mit figürlicher Bekrönung.
Front (Vorderseite)
Die Vorderseite ist symmetrisch gestaltet und durch die Säulenstellung geöffnet, wodurch das Pendel sichtbar wird. Das darüberliegende Zifferblatt ist zentral positioniert und von dekorativen Elementen gerahmt.
Hauptkörper
Der Hauptkörper besteht aus einem massiven Unterbau mit aufgesetztem Uhrgehäuse. Die obere Zone wird durch ein geschwungenes Gehäuse mit aufgesetztem Adler als Bekrönung akzentuiert.
Sockel und Standzone
Ein breiter, profilierter Sockel bildet die Basis und sorgt für Stabilität. Darüber liegt eine Deckplatte, die die Säulen und das Uhrgehäuse trägt.
Säulen
Mehrere (typischerweise vier) Säulen mit hellen Schäften – vermutlich Alabaster oder vergleichbares Material – tragen die obere Konstruktion. Die Kapitelle und Basen sind vergoldet ausgeführt.
Dekor und Materialien
Das Gehäuse besteht aus Holz und ist reich mit blattvergoldeten Füllhörnern sowie vergoldeten Messingappliken verziert. Die Kombination aus dunklem Holz, hellem Steinmaterial und Golddekor erzeugt einen repräsentativen Eindruck.
Zifferblatt
Das runde Zifferblatt ist hinter Glas geschützt und in das obere Gehäuse integriert.
Ziffernreif
Ein Ziffernreif mit römischen Stundenziffern strukturiert die Anzeige klar.
Schaupendel
Das Pendel ist im unteren Bereich zwischen den Säulen sichtbar.
Uhrwerk
Mechanisches Uhrwerk mit integriertem Spielwerk sowie einem einfachen Automaten (bewegliche Figur oder dekoratives Element).
Schlagwerk
4/4-Schlag auf Tonfedern (Gongfedern), ergänzt durch das Spielwerk.
Verwendung und Aufstellung
Die Uhr war für den gehobenen häuslichen Gebrauch bestimmt und wurde auf einer Konsole, Kommode oder einem Tisch platziert. Sie vereint Zeitmessung, Klang und dekorative Repräsentation.
Zeitmessung
Anzeige im 12-Stunden-Zyklus mit Viertelstundenschlag sowie zusätzlichem musikalischem Spielwerk.
