Römischer Knopf
Material: Bronze
Datierung: Spätromisch
Lesezeit: 0:30 min
Bronzeknöpfe aus der späten römischen Zeit (3. bis 5. Jahrhundert n. Chr.) wurden typischerweise verwendet, um Kleidungsstücke zu verschließen, und konnten auch dekorative Zwecke erfüllen.
Hergestellt aus gegossener Bronze, waren sie in der Regel klein, mit einem Durchmesser von 1 bis 3 cm.
Gängige Formen waren rund, oval und quadratisch, wobei einige komplexe Designs wie geometrische Muster, Tiere oder erhabene Knöpfe aufwiesen.
Die Rückseite hatte oft einen Dorn oder eine Öse zur Befestigung.
Diese Knöpfe wurden an Tuniken, Umhängen und Militärkleidung getragen, wobei wohlhabendere Personen häufig verzierte Versionen trugen. Sie wurden auch als Teil von persönlichem Schmuck oder zeremonieller Kleidung gefunden.
Geschichte der Kleidungsverschlüsse im antiken Rom
Lesezeit: 0:40 min
Während der frühen römischen Periode (1. Jahrhundert v. Chr. – 1. Jahrhundert n. Chr.) waren Fibeln die wichtigsten Verschlüsse, um Kleidungsstücke wie Umhänge und Tuniken zu sichern. Hergestellt aus Materialien wie Bronze, Eisen und Messing, entwickelten sich diese broschenartigen Verschlüsse im Design und wurden im Laufe der Zeit immer dekorativer.
In der mittleren römischen Periode (2. bis 3. Jahrhundert n. Chr.) begannen Knöpfe und Verschlüsse (Toggles) zu erscheinen, obwohl Knöpfe noch selten waren. Toggles, die aus Knochen, Holz, Bronze oder Messing gefertigt wurden, wurden hauptsächlich verwendet, um bestimmte Kleidungsstücke zu verschließen, insbesondere am Kragen oder an den Handgelenken.
Gegen Ende der römischen Periode (4. bis 5. Jahrhundert n. Chr.) verbreiteten sich Knöpfe zunehmend, besonders in der militärischen und zivilen Kleidung, oft aus Messing gefertigt. Während Fibeln weiterhin verwendet wurden, begannen Knöpfe, den Vorzug als bevorzugter Verschluss zu erhalten, was die Fortschritte in der römischen Mode und Metallbearbeitung widerspiegelte.


